Arbeitskreis Geschichte der Geographie


 

Arbeitskreis

AK Rundschreiben

Tagungen

Publikationen

Editionen

Sven Hedin

Archive

Diskussion

Literatur

LINKS

Fachinformationen
für die Geschichts-
wissenschaften

Erinnern schafft
Zukunft

Geschichte der Geophysik

Geschichte der Kartographie

Geschichte der Meeresfor-
schung

Geschichte der Meteorologie

Geschichte Naturwissen-
schaften

Astronomiegeschichte

Geschichte der Geowissen-
schaften

Geologenarchiv

Geologie-Historiker

Österreichische Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte

Willkommen auf der Homepage des Arbeitskreises Geschichte der Geographie in der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG)
 
 

Fachgeschichtsschreibung wird heute nicht mehr nur dann betrieben, wenn es gilt, irgendwelche Jubiläen zu begehen oder neue Forschungsansätze im Lichte der Geschichte ex ante zu legitimieren. Neben einer Gruppe von Hochschulgeographen, die sich gelegentlich der Geschichtsschreibung zuwandten, hat sich seit der Nachkriegszeit eine Gruppe von Spezialisten herausdifferenziert, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg mit der Erforschung der Disziplingeschichte beschäftigt hat. Dies führte nicht nur zur allmählichen Herausbildung engerer Forschungszusammenhänge, sondern auch zu einer Öffnung nach außen. Diese kommt einerseits in der Angleichung der Forschungsverfahren an die in den Geschichtswissenschaften gebräuchlichen Methoden zum Ausdruck, führt aber auch zur Auflösung des traditionell engen, ja bisweilen hermetischen Fachbezugs zugunsten von Fragestellungen, die die Geographie als ein Fach unter Fächern vor einem allgemeinhistorischen bzw. wissenschaftshistorischen Hintergrund beschreiben.
In den späten 80er und verstärkt noch in den 90er Jahren wurde auf den Ergebnissen der neuen Historiographie aufbauend radikal mit einer Geschichtsschreibung gebrochen, die unter weitgehend unreflektierter Bezugnahme auf die jeweilige Gegenwart historische Texte aus der Perspektive des gerade gültigen Paradigmas interpretiert und so Sukzessionen von jeweils auf die neueste Gegenwart getrimmten Geschichtsbildern postuliert, in denen das Eigene, Andere und auch das Fremde der Vergangenheit vollständig zugunsten einer nur noch vermeintlichen Tradition verschwindet. Gegenüber den herkömmlichen Formen von Disziplingeschichts-schreibung erhielt die historisch-kritische Dokumentation und Interpretation des gedruckten sowie ungedruckten Quellenmaterials einen ganz neuen, entscheidenden Stellenwert. In disziplin-historischen Analysen wurde seit den 80er Jahren untersucht:

  • die politische Verstrickung des Faches mit NS-Organisationen;
  • die Affinität geographischer Denkmuster mit NS-Theoremen;
  • das Verhältnis von Geopolitik und Politischer Geographie;
  • die personelle, institutionelle und fachinhaltliche Konstanz in der Zeit nach 1945.
 

Seitenanfang